25.11.2019

neues Projekt "Viadukt Radweg"

Draußen sein und Natur erleben - die Dauerbrenner der Tourismusbranche sind unverändert nachgefragt. Laut Altenbekens Tourismus-Chefin Marion Wessels boomt eine Aktivität dabei besonders: Der Wandertourismus. Mehr als 70 Prozent der Deutschen wandern. Und in eben diesen Bereichen „Naturerleben & Wandern“ liege ein Markenkern der Gemeinde, so ihre Bewertung in der jüngsten Sitzung des Gemeindeentwicklungs-, Wirtschafts- und Tourismusausschusses. Mit dem Viadukt Wanderweg und den Themenwegen der Naturerbe Wanderwelt habe sich Altenbeken erfolgreich am Tourismusmarkt etabliert. Einer aktuellen Studie zufolge gehen Wanderer aber nicht nur wandern, sie interessieren sich auch für viele weitere Outdoor-Aktivitäten. Wer wandert, fährt beispielsweise auch gern Rad oder widmet sich anderen Aktivitäten in der Natur. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse habe die Verwaltung untersucht, ob die Gemeinde neben ihrer Kernkompetenz „Wandern“ über weiteres touristisches „Naturerlebnis“-Potenzial verfüge. Nach dem Wandern sei Radfahren die zweitwichtigste landschaftsbezogene Freizeit und Urlaubsaktivität. „Wir haben uns daher die Frage gestellt, ob Altenbeken als Ergänzung zu den bestehenden wanderspezifischen Angeboten auch ein attraktives Radprojekt entwickeln könnte“, so Marion Wessels. Denn obwohl die Gemeinde das Thema Radfahren nicht aktiv bewerbe, seien vermehrt Radfahrer anzutreffen. „Wir wollten wissen, ob dies unser bisheriges Angebot sinnvoll erweitern könnte.“ Zwar führe Altenbekens Topografie zu durchaus anstrengenden Steigungen bzw. rasanten Abfahrten, mit modernen Fahrrädern und E-Bikes sei dies aber gut zu meistern. Zudem gäbe es mit dem Hotel Café Mertens einen zertifizierten „Bett+Bike“-Betrieb sowie zahlreiche Ferienwohnungen mit Fahrradabstellmöglichkeiten. Ein besonderes Plus habe die Gemeinde mit der Ausleihmöglichkeit von insgesamt 8 E-Bikes an der neuen Mobilstation. „Nach der Analyse im Büro kam dann der Praxistest“, beschrieb Marion Wessels das weitere Vorgehen.

„Wir haben vorhandene Radwege getestet, Radfahrer nach ihren Wünschen befragt, Alternativrouten gesucht und befahren, unseren touristischen Dachverband um eine Einschätzung gebeten und festgestellt, dass ein attraktiver Radweg unser touristisches Angebot toll ergänzen würde“. Gesagt – getan. Bei der Planung der neuen Route habe man ausschließlich bereits vorhandene und gut befahrbare Radwege nutzen und möglichst zu gleichen Teilen die drei Ortsteile Altenbeken, Buke und Schwaney einbeziehen wollen. Man habe Strecken favorisiert, in deren Nähe Rastplätze, Hütten und Gastronomiebetriebe sowie Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte zu finden seien.

„Und wir wollten die Bekanntheit des Viadukt Wanderweges und des Viaduktfestes nutzen“. Entstanden ist ein 39,2 Kilometer langer Radrundweg, der von der Mobilstation in den Driburger Grund, zur Knochenhütte und Driburger Hütte weiter Richtung Klusweide und durchs Bodental nach Schwaney, über die Salenkruke nach Buke, in die Dune bis zum Kleinen Viadukt, weiter Richtung Altenbeken zum Großen Viadukt und vorbei an der Museumslokomotive zurück zum Ausgangspunkt führt. Eine anspruchsvolle, landschaftlich aber überaus reizvolle Strecke. „Der Viadukt Radweg ist für geübte Radfahrer problemlos zu befahren. Alle anderen, mich eingeschlossen, lassen sich halt vom E-Bike-Motor unterstützen“, so Marion Wessels.
In den nächsten Monaten werde man erforderliche Genehmigungen einholen, die Strecke markieren und neue Flyer erstellen. Auch auf einschlägigen Online-Portalen solle der Viadukt Radweg beworben werden. Rechtzeitig zum Start der neuen Radsaison im kommenden Frühjahr soll der Viadukt Radweg dann offiziell eröffnet werden.